KÜHLUNGSBORN 17.08.2019

Bieneck/Stautz und Popp/Sievers lösen DM-Tickets an der Ostsee

Poniewaz-Zwillinge weiter auf Rekordjagd bei der Techniker Beach Tour

Kühlungsborn. Der zweite Tag der mit 30.000 Euro dotierten Techniker Beach Tour Kühlungsborn brachte die Entscheidungen der DM-Qualifikation und die Zuschauer in der vollbesetzten comdirect bank Arena sahen wie die Poniewaz-Zwillinge Bennet und David (FC Schüttorf 09) unbeirrt weiter Kurs auf den nächsten Titel nehmen.

Mit einem klaren 2:0-Erfolg setzten sich die Poniewaz-Zwillinge im Viertelfinale gegen Paul Becker/Jonas Schröder (United Volleys Frankfurt) durch. Damit erhöhten sie ihre Erfolgsbilanz in dieser Saison gegen Becker/Schröder nicht nur auf 3:0, sondern sind auch weiter auf Rekordjagd. Aktuell haben die Poniewaz-Zwillinge wie ihre Viertelfinalgegner im vergangenen Jahr drei Turniersiege in Folge sowie einen zusätzlichen Saisonsieg. Mit vier Titeln in Folge hätten sie den alleinigen Rekord bei den Männern in der gesamten Historie der ranghöchsten deutschen Beach-Volleyball-Tour seit 1993. Im Halbfinale treffen sie am Sonntag um 9:15 Uhr auf Armin Dollinger/Simon Kulzer (SV Lohhof), die im Viertelfinale Lucas Mäurer/Dirk Westphal (Hauptstadt Beacher) in drei Sätzen niederrangen. Im zweiten Halbfinale treffen, die an Position zwei gesetzten, Jonathan Erdmann/Sven Winter (VCO Berlin/DJK TuSA 06 Düsseldorf) auf Felix Glücklederer/Jannik Kühlborn (Strandathleten-BeachL). Der Rostocker Toni Schneider (SSC Palmberg Schwerin Beacher) erreichte mit seinem Interimspartner Tim Noack (TSV Grafing) den 13. Platz.

In der Frauenkonkurrenz hatte das topgesetzte WM-Team Kim Behrens/Cinja Tillmann (OSC Baden-Württemberg/Team 48 Hildesheim) mehr Mühe als ihnen lieb war. Bereits im Spiel um den Gruppensieg gegen die Overländer-Zwillinge Lena und Sarah (TV Voerde) mussten sie über drei enge Sätze gehen, bevor sie direkt im Viertelfinale standen. Hier konnten Behrens/Tillmann den ersten Satz gegen Sabrina Karnbaum/Natascha Niemczyk (TV Dingolfing) relativ klar gewinnen. Den zweiten Durchgang gewannen sie dann nach hartem Kampf in der Verlängerung und spielen so im Halbfinale am Sonntagvormittag gegen die Zinnowitz-Siegerinnen Anna Behlen/Anne Krohn (Beach me). Zum dritten Mal in Folge zogen Leonie Klinke/Lisa-Sophie Kotzan (MTV Stuttgart/VCO Berlin) in ein Halbfinale ein. Sie treffen auf Melanie Gernert/Elena Kiesling (SV Lohhof).

Während die siegreichen Teams also weiter um den Titel an der Mecklenburger Bucht spielen, fielen am Samstag die Entscheidungen um die letzten DM-Startplätze. Nachdem Marcus Popp/Milan Sievers (Berliner VV/Kieler TV) am vergangenen Wochenende von Markus Böckermann/Max-Jonas Karpa (ETV Hamburg) vom 16. Platz verdrängt wurden, konnten sie in Kühlungsborn erfolgreich Revanche nehmen. Da die Konkurrenten über den 13. Platz nicht hinauskamen, mussten Popp/Sievers das Viertelfinale erreichen, um die erforderlichen Punkte zu holen. Dies gelang ihnen mit dem Achtelfinalerfolg (2:0) über Georg und Peter Wolf (United Volleys Frankfurt). Für Marcus Popp ist es in seiner Abschiedssaison die zwölfte DM-Teilnahme und für seinen 21-jährigen Partner Sievers wird es die dritte DM.

Bei den Frauen mussten Constanze Bieneck und Antonia Stautz (BBSC Berlin/SC Potsdam) lange bangen, ob sie ihren 16. Qualifikationsplatz verteidigen können. Sie hätten am Samstagvormittag im entscheidenden Gruppenspiel um den Einzug in das Achtelfinale gegen ihre direkten Konkurrentinnen Anika Krebs/Leonie Welsch (Hamburger SV/TV Rottenburg) bereits alles klar machen können. Doch dieses Spiel verloren Bieneck/Stautz und beendeten die Techniker Beach Tour Kühlungsborn auf dem 13. Platz. Wären Krebs/Welsch ins Viertelfinale vorgestoßen, hätten sie Bieneck/Stautz vom Platz der DM-Sonne verdrängt. Krebs/Welsch boten Karnbaum/Niemczyk zwar ein enges Spiel, verloren aber nach zwei engen Sätzen. Sie beendeten das Turnier auf dem neunten Platz und blieben so auf dem 17. DM-Qualifikationsplatz. So können sich Bieneck/Stautz auf ihre DM-Premiere vom 29. August bis zum 1. September 2019 in Timmendorfer Strand freuen.

(Entgegen der deutschen Ranglistenwertung zählen für die Qualifikation der Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften die sechs besten Teamergebnisse und zusätzlich jeweils die besten beiden Einzelergebnisse.)