Nuernberg 01.06.2019

Heiße Beach-Volleyball-Tage auf dem Nürnberger Hauptmarkt

Gernert/Kiesling und die Poniewaz-Zwillinge mit drittem Halbfinaleinzug

Der zweite Tag der Techniker Beach Tour war der bisher heißeste Tag der Saison 2019 und die Sonne strahlte mit den Zuschauern den ganzen Tag um die Wette. Die Beach-Volleyball-Fans sahen nicht nur viele spannende Spiele um die Halbfinaleinzüge, sondern auch noch ein besonderes Showmatch mit den DTM-Fahrern Marco Wittmann (BMW) und Nico Müller (SUI, AUDI) auf dem Hauptmarkt gegen Sandra Ittlinger und Maja Rosko.

Zum dritten Mal in Folge gelang dem topgesetzten Duo Gernert/Kiesling der Halbfinaleinzug bei der Techniker Beach Tour. Nach ihrem souveränen Gruppensieg konnten sie auch ihr Viertelfinale gegen Klinke /Kotzan mit 2:0 erfolgreich gestalten. Im Halbfinale treffen sie am Sonntagmorgen auf Arnholdt/Niemczyk, die sich auf dem Hauptmarkt im Viertelfinale gegen die Overländer-Zwillinge in zwei Sätzen durchsetzen konnten. Die Teilnehmerinnen des zweiten Halbfinales mussten jeweils über drei Sätze gehen. Aulenbrock/Ferger besiegten das an Zwei gesetzte Duo Behlen/Krohn. Einen ähnlich spannenden Kampf lieferten sich Hoja/Hüttermann und Bieneck/Stautz. Das bessere Ende hatten Hoja/Hüttermann, die in dieser Saison bereits zwei Mal den zweiten Platz auf der Techniker Beach Tour erreichten. Seeber/Hoffmann gelang es nicht die Gruppenphase zu überbestehen. Sie beenden das Turnier auf dem 13. Platz.

In der Männerkonkurrenz setzten sich die Top-vier der Setzliste durch und treffen nun in den Halbfinalspielen aufeinander. Walkenhorst/Winter erwischten in ihrem Halbfinale einen Fehlstart gegen die stark aufspielenden Dan John und Eric Stadie. Es lief wenig zusammen und so mussten sie den ersten Satz verloren geben. Der zweite Durchgang begann extrem unglücklich für den gut aufspielenden John. Er verletzte sich am linken Zeh bei der Landung nach einem Blockversuch gegen Walkenhorst. Nach einer medizinischen Auszeit konnte er weiter spielen, doch man merkte ihm die Probleme im Spiel an. Nachdem er lange die Zähne zusammengebissen hatte, entschied sein Partner Stadie zum Wohle seines Partners im dritten Satz beim Stand von 0:5 das Spiel aufzugeben. „Man hat nach der Auszeit gesehen, dass er limitiert war und so haben wir auch den zweiten Satz gewonnen. Es ist ein sehr unschönes Spielende. Es ist der Halbfinaleinzug über den ich mich am wenigsten freue. Im ersten Satz haben sie sehr stark gespielt und wir waren wohl noch in der Mittagspause. Außerdem hatten wir untereinander  eine zu geringe Fehlertoleranz“, sagte Walkenhorst. Sven Winter ergänzte: „Der erste Satz war für mich echt schlecht. Das Spiel ist nur durch die Verletzung gekippt. Gute Besserung für Dan, das ist jetzt das wichtigste.“ Mit Blick auf die Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften sagte Walkenhorst: „Unser Ziel ist es in Timmendorfer Strand aufs Treppchen zu kommen. Aktuell spielen wir zu unkonstant. Wir müssen unsere Stärken noch besser stabilisieren.“ Sie treffen im Halbfinale auf das Interimsduo Lohmann/Schröder, das sich zuvor mit 2:0 gegen Popp/Sievers durchsetzte. Wie bei den Frauen gelang auch den Poniewaz-Zwillingen der dritte Halbfinaleinzug in Folge. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten im ersten Satz gegen das Perspektivteam des Deutschen Volleyball-Verbandes, Pfretzschner/Sowa, nahmen sie beim Stand von 2:5 im ersten Satz eine Auszeit. Das war ein erfolgreiches Mittel, denn sie konnten anschließend direkt ausgleichen, fortan das Spiel bestimmen und so mit 2:0 gewinnen. Ihre Gegner am Sonntag heißen Betzien/Erdmann, die sich in drei Sätzen gegen die Wolf-Brüder durchsetzten. Ein weiterer Pechvogel des Wochenendes war Markus Böckermann, der bereits gestern sein erstes Spiel zusammen mit Max-Jonas Karpa wegen Magenproblemen absagen musste. Der Olympiateilnehmer von 2016 konnte auch am Samstag nicht antreten uns muss so sein Comeback auf der nationalen Bühne auf die Techniker Beach Tour Dresden (14.-16.6. auf dem Altmarkt) verschieben.

Ein sehr unterhaltsames Showmatch erlebten die Zuschauer in der vollbesetzten comdirect bank Arena am Samstagnachmittag. Direkt nach der DTM-Pressekonferenz am Hauptmarkt für das Rennen auf dem Norisring (5.-7.7.) traten die Rennpiloten Marco Wittmann (BMW) und Nico Müller (SUI, AUDI) zu einem Beach-Volleyball Match an. Sie trafen auf Nationalspielerin Sandra Ittlinger, die direkt vom World Tour Turnier in Ostrava (CZE) zum Besuch anreiste, und die kroatische Nationalspielerin Maja Rosko, die zusammen mit Astrid Munkwitz in Nürnberg den 13. Platz belegte. Die Rennpiloten gaben alles und zeigten vor allen Dingen, dass Beach-Volleyball auf jedem Spielniveau Spaß macht. Den Profi-Spielerinnen waren sie dennoch unterlegen, so dass die Teams beim Stand von 1:10 entschieden, doch besser Mixed zu spielen. Der zweifache DTM-Champion Wittmann spielte fortan an der Seite von Rosko und der Schweizer „angelte“ sich bei der Partnerwahl die größere Spielerin Ittlinger. Den entscheidenden Punkt zum Sieg nach fünf gespielten Punkten setzte Wittmann mit einer Fußabwehr, die unerreichbar im gegnerischen Feld landete.

Am Sonntagmorgen übernehmen dann wieder ausschließlich die Beach-Volleyballprofis die vier Spielfelder auf dem Hauptmarkt. Spielbeginn ist am Sonntag um 9.30 Uhr mit den Halbfinalspielen. Anschließend werden die kleinen Finals ausgetragen bevor um 14.15 Uhr die Finalspiele angepfiffen werden. Der Eintritt ist auch am Finaltag frei.