MÜNSTER 09.06.2018

Mersmann/Tillmann gewinnen in Münster gegen die Weltranglistenelften

Bestes Sommer-Sonnen-Wetter umrahmte den ersten Hauptfeldtag der Techniker Beach Tour Münster. Der Turniertag auf dem Schlossplatz begann am Samstagmorgen mit der Gruppenphase und am Abend standen die Viertelfinalspiele auf dem Programm. Bei den Herren zogen die vier topgesetzten Teams in das Halbfinale ein. Ehlers/Schümann gewannen gegen Fuchs/Urbatzka mit 2:1 und Thole/Wickler siegten in zwei Sätzen deutlich gegen die Qualifikanten Bevers/Geukes. Während das polnische Top-Duo Bartosz Losiak/Mariusz Prudel sich in zwei Sätzen gegen die Poniewaz-Zwillinge durchsetzen konnte, mussten Becker/Schröder über drei Sätze gehen. Am Ende behielten sie die Oberhand gegen Karpa/Sievers. Im ersten Halbfinale am Sonntagmorgen um 10 Uhr spielen Ehlers/Schümann gegen Becker/Schröder und anschließend treffen Thole/Wickler auf Losiak/Prudel.

In der Frauenkonkurrenz lag das Augenmerk in der Gruppenphase auf dem Comeback von Kira Walkenhorst, die an der Seite von Leonie Körtzinger ihr erstes gemeinsames Turnier spielten. Für Kira Walkenhorst war es der erste Belastungstest nach einer über zehnmonatigen Spielpause. Zum Auftakt verloren sie nach drei engen Sätzen gegen Peter/Sperl. Das zweite Gruppenspiel gegen Karnbaum/Niemczyk endete mit einer 0:2 Niederlage. Wenn auch enttäuscht, überwog für Kira Walkenhorst aber das gute Gefühl wieder zurück im Sand zu sein. „Die Hüfte ist komplett schmerzfrei. Die Schulter merke ich bei großer Belastung noch leicht, aber das ist überhaupt kein Vergleich zum letzten Jahr. Ich bin sehr froh wieder spielen zu können und es hat heute wirklich viel Spaß gemacht. Die Abwehrrolle ist noch etwas ungewohnt für mich. Manchmal zucke ich immer, um nach vorne ans Netz zu laufen. Aber das stelle ich auch noch ab. Das wird in zwei Wochen in Düsseldorf hoffentlich kein Thema mehr sein", sagte Kira Walkenhorst, die erst seit sechs Wochen wieder im Training ist.

Wie auch bei den Männern trafen die vier besten Frauenteams der Meldeliste, die direkt im Viertelfinale gesetzt waren, auf die vier Gruppensieger. Hier schafften Laboureur/Sude den Halbfinaleinzug mit einem klaren 2:0-Erfolg gegen Karnbaum/Niemczyk. Die weiteren drei Viertelfinalspiele gingen allesamt über drei Sätze. Dabei gelang Mersmann/Tillmann eine kleine Überraschung. Sie gewannen gegen die Weltranglistenelften Betschart/Hüberli (SUI) in der Verlängerung des dritten Satzes. Christoph Dieckmann analysierte als Schweizer Nationaltrainer: "Die beiden sind nicht gut ins Spiel gekommen und mussten schnell einem großen Rückstand hinterherlaufen. Der zweite Satz war dann besser und im dritten Durchgang war es die ganze Zeit eng. Aber am Ende hat es dann nicht gereicht. Man muss von Anfang an präsent sein und kann sich gegen die deutschen Top-Ten-Teams keine Schwäche leisten."

Da lief es für das zweite Wildcard-Team besser. Andrea Dubovcova/Natalia Strbova (SVK) setzten sich mit 2:1 gegen das Nationalteam Bieneck/Schneider durch und treffen so im Halbfinale auf Mersmann/Tillmann. Borger/Kozuch verloren den ersten Satz gegen Behrens/Ittlinger denkbar knapp mit 23:25. Davon ließen sie sich aber nicht irritieren und zogen so ins Halbfinale ein. Hier treffen sie auf die Weltranglistenzweiten Laboureur/Sude.